C-Jugend Mini-WM in Kaiserslautern 08.07. - 10.07.2022

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Am letzten Wochenende waren wir in der Pfalz, um an einer 3-tägigen Mini-WM als das Land Serbien anzutreten. Insgesamt nahmen 20 Teams in unserer Altersklasse teil, aber insgesamt spielten sechs Altersklassen von U9 bis U15 an diesem Wochenende dort, auf insgesamt fünf Sportplätzen. Bei Bombenwetter war also einiges los. Untergebracht war unser Tross mit 19 Jungs und 6 Betreuern in Trippstadt in einer Gemeinschaftsunterkunft, also unser kleines Campo Bahia…nur leider ohne Pool und Palmen, aber gemütlich und ruhig direkt am Friedhof. Nachts konnte sich hier zumindest niemand wegen Lärmbelästigung gestört fühlen.

Nach langer Anfahrt am Freitag und einer genauso langen Eröffnungsfeier auf dem Sportgelände des TSG Kaiserslautern, mit allen Jugenden und Nationen, ging es für uns am Samstag dann endlich richtig los. Serbien gegen Italien lautete um 10 Uhr unser Eröffnungsspiel und wir starteten mit einem hervorragenden 2:0 Sieg in das Turnier durch Tore von Nikovic und Lennic. Weitere Chancen ließen wir leider liegen, aber die Stimmung war gut und das war viel wichtiger. Ein guter Start in den Tag also.

Anschließend ging es gegen die Schweiz, welche tatsächlich auch von einer Mannschaft aus der Schweiz vertreten wurden. Unser Abwehrbollwerk Janic und Alesovovic hielt dem Druck stand und nach einem harten Spiel erkämpften wir uns ein 0:0.

4 Punkte nach zwei Spielen und nun ging es gegen Frankreich. Chancen über Chancen vergaben wir, bis uns endlich Denisovic nach Flanke von Söric erlöste und uns zum 1:0 Sieg über die Franzosen schoss. Damit waren wir mindestens Gruppenzweiter und hatten uns bereits jetzt für das Viertelfinale qualifiziert.

Im letzten Gruppenspiel an diesem Tag ging es dann gegen Spanien. Relativ schnell führten wir mit 1:0 nach einem Elfmetertreffer durch Bastic. Doch auch genauso schnell bekamen wir das Gegentor. Das Spielglück war dieses Mal nicht auf unserer Seite, so dass wir am Ende mit 1:2 verloren. Egal, Viertelfinale.

Abends endlich daheim in der Unterkunft angekommen, musste Coach Padavic in mehrstündigem Physioeinsatz die Truppe wieder fit für den nächsten Tag bekommen. Mehrer Meter Kinesiotape, Blasenpflaster und Salben wurden aufgebraucht und die Nacht verlief deutlich ruhiger als die Nacht davor…

Am Sonntag mussten wir dann gleich um 8:30 Uhr im Viertelfinale gegen Schottland aufs Feld. Hatten wir in der Vorrunde schon einige hochklassige Vertreter mit dem Schweizer Team FC Thalwil aus der dritthöchsten C-Jugendstaffel in der Schweiz, standen wir jetzt dem Landesligisten SV Sinzheim gegenüber. Also ein echter Brocken. Aber das kleine tapfere Serbien strotzte vor Selbstvertrauen und ging mit breiter Brust in die Partie. Das gesamte Team ließ sich nicht unterkriegen und schaffte es, über die 24 Minuten Spieldauer das 0:0 zu halten. Sollte also ein kleines Wunder geschehen und wir hier unter die Top vier Teams kommen? Leider nein, denn im Elfmeterschießen traf einzig und allein Janovic vom Punkt, der Rest versagte kläglich. Hatten die Jungs die Wochen zuvor auf der heimischen Platte bei jedem Elfmeterturnier alles in Grund und Boden geschossen, ging hier leider nichts mehr. Schade, aber das Spiel und die gezeigt Moral der Truppe waren herausragend.

In der Zwischenrunde ging es nun gegen Kroatien, welche durch ein Team aus Luxemburg vertreten wurde. Diese waren bisher unser stärkster, aber auch unfairster Gegner im gesamten Turnier. Prellungen, Schürfwunden und viel Frust später stand ein 0:3 auf dem Konto. Die Niederlage an sich ging zwar in Ordnung, aber trotzdem waren die Jungs natürlich unzufrieden, da die Art und Weise des Gegners auf so einem Spaßturnier nichts zu suchen hat.

Dafür ging es zum Abschluss des heutigen Tages nochmal gegen Spanien um den 7. Platz. Einen schöneren Abschluss kann man sich also nicht wünschen, als gegen Spanien, jetzt nochmal alles reinzuwerfen und damit am Ende doch das beste Team seiner Gruppe zu sein. In einem sehenswerten Spiel mobilisierte unsere Truppe noch einmal alle Kräfte. Nathovic ließ seinem Gegenspieler auf der rechten Seite keine Chance und vorne machten Paulovic und Lukovic nach schön herausgespielten Spielzügen ihre Chancen rein. Am Ende traf nochmal Söric vom Punkt und damit war der Sack zu und der 7. Platz mit einem 3:1 Sieg über Spanien gesichert.

Nach der Siegerehrung und eiskalter Dusche trat eine sehr müde, aber glückliche Truppe ihre Heimfahrt an. Damit endete ein wunderschöner Ausflug, passend zum Abschluss dieser tollen Saison.

PD